Durchblick

DURCHBLICK

Manchmal passieren in unserem Leben Wunder. Das soll es geben. Wunder sind Tatsachen, die wir nicht vollständig erklären können. Da lernt plötzlich ein Ex-Blinder seine Mitmenschen neu sehen und seine Mitmenschen erkennen ihre gewohnte kleine Welt nicht wieder. In ihrer Erklärungsnot fragen sie natürlich entsetzt, wie so etwas passieren kann, was noch nie passiert ist und somit und eigentlich auch nicht passieren darf.  „Wie kann es sein, dass Du plötzlich sehen kannst? Wie kann es sein, dass Du uns auf eine ganz neue Art und Weise wahrnimmst und erkennst?  Du gehörst doch für uns in die Rolle des blinden Bettlers. Bisher konnten wir doch unerkannt an Dir vorbeischleichen, unser Gewissen mit einem Almosen beruhigen, aber jetzt geht das nicht mehr, weil Du uns ansiehst und erkennst wer wir wirklich sind. Kannst Du nicht der Anonyme, der Blinde, der, an dem wir einfach vorbeigehen, bleiben?“

Wo Jesus auftaucht, holt er die Menschen aus ihrer Anonymität und Einsamkeit heraus.

Wie schnell legen wir die Menschen auf ihre Rollen fest aus der sie ein Leben lang oft nicht mehr herauskommen? Wie oft treffen wir Menschen, ohne sie anzusehen, ohne ihnen wirklich zu begegnen? Von Herz zu Herz! Füllt nicht die Herz- zu -Herz Begegnung erst unser Leben richtig aus?

Als der Name des Verursachers Jeshua aus Nazareth fällt, kommt es zur Gretchenfrage.

„Was sagst denn du von ihm, wo er dich doch sehend gemacht hat?“ (Joh9,17) Wer ist denn dieser Jesus für Dich? Sandalenträger, Provinzler, Friedensaktivist, Sprücheklopfer, Schaumschläger, Umweltschützer, Marktschreier, Scheinheiliger, Revoluzzer, Schamane, Dichter, Wunderheiler, Sohn des höchsten Gottes?

 

Wenn wir Jesus wirklich entdecken wollen, dann sehen wir hin was ER über sich selbst aufdeckt.

Wenn wir IHN tatsächlich erkennen wollen, dann lernen wir IHN am besten persönlich kennen.

Wenn wir wirklich feststellen wollen, wer ER ist, dann suchen wir IHN doch an den Stellen, an denen ER sich selbst vorstellt:

 

“Ich bin das Brot des Lebens; …”   Joh 6,35             [… nicht der Brötchengeber]

“Ich bin das Licht der Welt. …”       Joh 8,12              [… nicht die Bühnenshowbeleuchtung]

“Ich bin die Tür; …”                            Joh10,9              [… nicht der automatische Türöffner]

“Ich bin der gute Hirte. …”               Joh10,11             [… nicht der Leithammel]

“Ich bin die Auferstehung … “         Joh 11,25             [… nicht die lebensverlängernde

Maßnahme]

“Ich bin das Leben … “                Joh 11,25; 14,6          [… nicht der Luxus]

“Ich bin der Weg …”                          Joh 14,6                [… nicht die Rolltreppe]

“Ich bin die Wahrheit …”                  Joh 14,6                [… nicht die Schlagzeile]

“Ich bin der wahre Weinstock …”   Joh 15,1                 [… nicht der liebliche Riesling]

“Ich bin ein König.”                           Joh 18,37               [… gekommen um zu dienen]

und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele. Mk 10,45

Der seltsame König mit der Dornenkrone.

Geboren. Gelebt. Gestorben. Begraben. Auferstanden!

Was meinst Du denn – wer ist dieser Jesus?

Das Brot: – der mit seinen treffenden Worten Nahrhaftes für unser Über-Leben auftischt.

Das Licht: – der unter manchem dunklen Horizont der Weltgeschichte trotzdem für Orientierung und Klarheit sorgt … ein Lichtblick eben.

Die Tür: – der neue Räume heute für unsere Zukunft eröffnet.

Der Gute Hirte: – der seine Herde schützt und versorgt.

Die Auferstehung: – Die stärkste „Waffe“ mit der sich Jesus dem Tod in den Weg stellt und eine bis an die Zähne bewaffnete Welt täglich herausfordert.

Das Leben: – der sein Leben für uns an den Nagel hängt, damit wir in IHM für immer leben können.

Der Weg: – der auch tatsächlich zum Ziel führt.

Die Wahrheit: – der den Mund aufmacht und nicht um den heißen Brei redet, weil die Wahrheit am Ende immer stärker, haltbarer und stabiler ist als die Lüge.

Der wahre Weinstock: – der durch seine Wurzeln dafür sorgt, dass in unserem Leben Früchte wachsen, wenn wir wie die Reben am Weinstock bleiben.

König: – der nicht auf seinen Vorteil bedacht ist, sondern aus Liebe regiert.

 

Was sagst denn du von IHM, wo er dich doch sehend gemacht hat?

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