Hallo Ihr Lieben!
Jetzt sind es schon ganze drei Monate, die ich hier in Santiago lebe! So lange kommt es mir gar nicht vor, aber die Zeit fliegt förmlich und es ist ganz schön viel passiert! Die ersten zehn Tage auf der GO-Konferenz in Mosbach im kalten Winter Deutschlands zu sein und dann plötzlich im heißen, staubigen Santiago, das war schon ein abrupter Wechsel!
Aber erst mal der Reihe nach…
Die GO-Konferenz…
war schon eine geniale Zeit! Sich nochmal richtig ausrüsten lassen für den Einsatz und auftanken in Gottes Wort. Ein Tag mit Fasten und Beten war eine echt intensive Erfahrung und ich habe mich so gestärkt und ermutigt gefühlt! Und der Vers aus Jakobus begleitet mich seit der GO und ist echt wichtig geworden für mich, weil ich über wichtige Dinge sprechen und Vergebung erfahren konnte. Außerdem erlebe ich hier immer wieder, dass Gebet, wie der Bibelvers sagt, wirklich etwas bewirkt und Gott antwortet: Visas, die doch noch bewilligt werden, Geld, das im letzten Moment noch ankommt und offene Türen in den staatlichen Kinderheimen, alles nicht selbstverständlich! Auf der GO habe ich Christen aus aller Welt getroffen, diese Gemeinschaft zu erleben war echt genial! Ich habe Australier kennengelernt, die auf der GO zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee gesehen haben, die Reaktion mitzuerleben war fantastisch! Zwei Südkoreanerinnen haben versucht, mir zu erklären, wie ihre Schrift funktioniert, aber ich bin trotzdem nicht so ganz durchgestiegen und ein Chinese hat von seiner Untergrundkirche und der Überwachung durch den Staat berichtet. Es war ermutigend zu sehen, dass überall auf der Welt Christen leben und wir zusammenarbeiten für den EINEN Gott.
Und ziemlich müde aber ermutigt nach der GO ging`s dann wirklich los, 14 Stunden Flug, bis ich hier im sommerlichen Chile gelandet bin. In der ersten Woche sind dann erst mal alle anderen EMIs eingetrudelt…
Wir, die EMIs…
das sind vier Jungs und drei Mädels: Raphael aus Deutschland, mit dem ich zusammen hier her geflogen bin, Jareht aus Nicaragua, Sergio aus Guatemala, Gabriel aus Chile, Romina aus Chile, Gaby aus Frankreich und meine Wenigkeit. Also ein bunt gemischtes Team! (EMI steht übrigens für entrenamiento misionero intensivo, also intensives Missionstraining.) Das ist meistens eine coole Gemeinschaft, aber es kann auch schwierig werden, wenn unterschiedliche Kulturen und Erwartungen aufeinanderprallen, ein Beispiel wäre Aufräumen und Putzen. Allerdings lernen wir auch einiges voneinander, den Latinos fällt es viel einfacher, über ihren Glauben zu sprechen, als es in Deutschland üblich ist und außerdem kann ich jetzt Guacamole zubereiten ☺

Die Logos Hope…
war eine längere Zeit in Chile, insgesamt in vier Häfen. Das hat während der Zeit unserer Ankunft hier ganz schön für Chaos gesorgt, weil das ganze Team in die Schiffsarbeit involviert war, aber wir hatten dadurch die einmalige Möglichkeit, auch auf dem Schiff mitzuarbeiten. Ende Februar waren alle EMIs also für zweieinhalb Wochen auf dem Schiff. Ich war leider nur für eine Woche, weil ich aufgrund von Problemen mit meinem Visa später nachkommen musste. Wir alle haben in der Bücherabteilung oder dem Cafe mitgeholfen und es war verrückt zu sehen, wie viele Besucher sich täglich an den Büchertischen vorbei gedrängt haben. Menschenmassen! Wir haben versucht, Ordnung zu halten, die Bücher wieder aufzuräumen und Besuchern bei ihren Fragen zu helfen. Mit anderen Freiwilligen aus ganz Chile haben wir in einer Schule übernachtet und die Gemeinschaft mit all diesen Leuten war echt cool. Wir waren live dabei und konnten miterleben, wie Gott Herzen berührt hat und Kirchen für Mission mobilisiert wurden.
Dieser Rundbrief…
sieht ziemlich anders aus als der erste. Das liegt daran, weil wir hier Unterricht zu verschiedenen Themen haben, zum Beispiel Fotografie, Kultur oder spirituelle Disziplinen. Darunter war auch eine Newsletter Class, in der wir gelernt haben, Mailchimp zu benutzen. Und nachdem ich so viel Mühe in diese Hausaufgabe gesteckt habe, wollte ich mein Ergebnis mit euch teilen.
Weil dieser Rundbrief ziemlich spät kommt und so viel passiert ist in letzter Zeit, kommt in Kürze ein weiterer. In diesem werde ich mehr zu den Unterrichtseinheiten und den Ministries, in denen ich mitarbeite, schreiben.
Bis dahin möchte ich euch ganz lieb grüßen aus dem fernen Chile.
Gott segne euch,
Rabea
Gebetsanliegen
Bitte
- Für gute Beziehungen zu den Kindern im Heim, mit denen wir arbeiten
- Für Wachstum in meinem Glauben
- Für einen besseren Zusammenhalt im Team
Danke
- Für die Möglichkeit, in den staatlichen Kinderheimen zu arbeiten
- Für den Segen, den der Schiffsbesuch nach Chile gebracht hat
- Für mein Kindergeld, das ich wie durch ein Wunder doch noch bewilligt bekommen habe
Danke!
Vielen Dank für alle eure Gebete bis zu diesem Zeitpunkt!
Es bedeutet mir viel, zu wissen, dass ihr mich im Gebet unterstützt.
Ich spüre, wie Gott hier in Chile am Werk ist und uns und die Menschen, mit denen wir arbeiten, verändert.
Und ein großes Dankeschön an alle, die mich mit Spenden unterstützt haben!
Ich danke Gott für alle Spender und dafür, dass für Januar und Februar mehr Spenden als benötigt zusammengekommen sind.




