Hallöchen:)
Ich habe mich entschieden, für diesen Rundbrief doch bis nach der Abschlussfeier abzuwarten, dass ich das Kapitel EMI schön abschließen kann. Deswegen hier jetzt das volle Abschlusspaket mit unserem wunderschönen Foto von der Party:)
Viel Spaß beim Lesen…
Die Konferenz in Concepción
Das erste Oktoberwochenende waren wir in Tomé bei Concepción, um eine Konferenz als Nachfolge des Besuchs der Logos Hope zu halten. Ziel war es, die lokale Gemeinde auf Mission aufmerksam zu machen und Beziehungen mit den Freiwilligen, die beim Schiffsbesuch mithalfen, zu vertiefen. Es war ein richtiges Power-Wochenende und sah dann so aus, dass wir am Samstag morgen die acht Stunden im Bus nach Süden zurücklegten, wo dann nachmittags und abends die Konferenz stattfand. Von der Children´s Ministry aus konnten wir über das 4/14-Fenster berichten, das im Gegensatz zum 10/40-Fenster keine geographische Gegebenheit wiedergibt, sondern die Altersgruppe bezeichnet, in der die meisten Menschen zum Glauben finden. Daraus wird ersichtlich, wie essentiell die Arbeit mit Kindern ist!!! Ánimo an alle Jugendmitarbeiter!
Die Nacht verbrachten alle Teammitglieder bei unterschiedlichen Gastgebern aus verschiedenen Kirchen, sodass wir dann die Möglichkeit hatten, unsere Gastfamilie zu deren Kirche zu begleiten. Weil Romina und ich die einzigen vom Team in dieser Kirche waren, hatten wir die Ehre, kurz von OM und unserer Arbeit berichten zu dürfen. Und am Ende wurden wir reich gesegnet; die Gemeinde betete für uns persönlich und übergab uns die Missionsspende des Monats. Und danach ging es die acht Stunden direkt wieder zurück.
Weltreligionen…
war eine der interessantesten Klassen, die wir im EMI hatten. Wir haben uns mit Hinduismus, New Age, Buddhismus, Bahaitum, Mormonentum, Judentum und den Zeugen Jehovas beschäftigt. Von den Bahais hatte ich vor diesem Jahr nicht einmal etwas gehört! Wir haben uns spezifisch angeschaut, was genau diese Religionen glauben und wer Jesus für sie ist. Im Zuge dessen hatten wir auch die Möglichkeit, den Bahaitempel hier zu besuchen, was architektonisch gesehen eine beeindruckende Erfahrung war. Aber das Verlangen nach Erkenntnis von Gott all dieser Menschen zu sehen und darüber im Klaren zu sein, dass alle diese Versuche Jagen nach dem Wind sind, ist tieftraurig. So viele versuchen, Gott zu verstehen oder selbst zu Gott zu werden, aber alle ihre Mühen sind vergeblich. Wieder einmal bin ich so dankbar, dass ich Jesus, den einen Weg, persönlich kenne.
Wall Painting
Während der letzten zwei Wochen des EMIs waren wir fleißig dabei, and unserem Denkmal zu arbeiten, ein Gemälde auf einer unserer Grundstücksmauern. Wir hatten die Idee, unsere Spitznamen als Inspiration für die Darstellung jedes einzelnen zu verwenden, währen wir von einer fliegenden Avocado, unser aller Lieblingsfrucht, Licht in die Welt werfen, ganz nach dem Motto aus Matthäus 5,14: „Ihr seid das Licht der Welt.“
Time to say Goodbye…
Jetzt ist es tatsächlich schon seit drei Wochen vorbei, das EMI!
Unsere Abschlussfeier war, anders als geplant, im kleinen Rahmen, aber wunderschön. Ich konnte die Zeit echt genießen, noch einmal zusammen mit allen aus dem Team zu sein. Aber selbst die schönsten Zeiten gehen vorbei, und in der folgenden Woche sind drei EMIs nach Hause geflogen, ein schwerer Abschied.
Vier von uns bleiben noch ein bisschen länger und arbeiten weiter. Auch in dieser Zeit ist Gott weiter dabei, in uns zu arbeiten und uns Seine wundervollen Wege aufzuzeigen. Ich lade euch ein, für jeden einzelnen aus meinem Team um Gottes Führung zu beten!
Aktuelles
Ihr habt bestimmt durch die Nachrichten von den Unruhen hier in Chile mitbekommen. Das Viertel, wo die Base liegt, ist relativ ruhig und wir sind hier in Sicherheit, aber es betrifft uns doch auch, weil wir für vier Wochen jetzt schon nicht normal in unseren Ministries arbeiten konnten. Gerade die Arbeit mit den Kindern ist betroffen, weil das Heim in einem unsicheren Stadtviertel liegt und die U-Bahn-Linie dorthin zerstört ist. Ich bitte euch, für Frieden hier in Chile zu beten, dass die führenden Politiker weise Entscheidungen treffen können und diese unsichere Situation dazu führt, dass Menschen Gott suchen und sich zu Ihm bekehren. Betet, dass wir kommende Woche wieder zu den Kindern im Heim gehen können!
Wie der Bibelvers, den ich für diesen Brief gewählt habe, verspricht, sieht Gott das große Bild und nicht nur den Ausschnitt wie wir. Er kann aus diesem Chaos etwas Wundervolles machen, deshalb betet mit mir!
Aufgrund dieser Unsicherheit verbringen wir die meiste Zeit in der Base und beschäftigen und mit Putzen, Gartenarbeit und Projekten am Haus, da gibt es nicht viel Spannendes zu berichten.
Deswegen setze ich hier jetzt auch den Schlussstrich und verabschiede mich von euch mit einem typisch chilenischen „Chao, que te vaya bien“:)
Gottes Friede sei mit euch,
Rabea
Gebetsanliegen
Bitte
- Für die jetzige Situation in Chile: Frieden, Weisheit und Bewahrung
- Für uns als EMIs und dass jeder einzelne im Vertrauen auf Gott die nächsten Schritte gehen kann
- Dass sich für die Ministries Ágape und Guerrilla neue Leiter finden lassen
Danke
- Für das EMI, das jetzt hinter mir liegt und eine reich gesegnete Zeit für mich war
- Für die Freundschaften, die ich hier schließen durfte
- Für die Konferenz in Tomé, die sehr gut verlaufen ist
- Für Gottes Versorgung und Bewahrung in den Unruhen
- Für immer genügend finanzielle Unterstützung
Danke!
Vielen lieben Dank für alle eure Gebete für mich und dieses Land, das inzwischen mein zu Hause geworden ist.
Danke, dass ihr weiter an meinem Einsatz interessiert seid und euch einbringt, sei es durch Gebet oder durch finanzielle Unterstützung. Beides ist unglaublich wichtig!
Danke von ganzem Herzen!




