Zum letzten Mal Hallo!
Dies hier wird mein letzter Rundbrief sein! Eigentlich ist es mehr Zusammenfassung, Ausblick und Einladung. Aber ich greife voraus, das lest ihr dann noch…
Wieder zu Hause, Juhuuuu!!?
Ein bisschen wehmütig schaue ich schon zurück auf die Zeit, die hinter mir liegt. Jetzt bin ich also seit etwas über einem Monat wieder da, um genau zu sein seit dem 25. Januar. Ich will euch ein bisschen in die Umstellung mit hineinnehmen. Natürlich habe ich mich sehr gefreut, Familie und Freunde wiederzusehen! Und die Kässpätzle meiner Tante zu essen war fantastisch! Da hab ich erst gemerkt, was mir gefehlt hat. Meine Familie hat mich so herzlich empfangen und meine Geschwister haben mich sogar mit einer Willkommensfeier überrascht! Das war wunderschön und ich bin von Herzen dankbar für alle freundlichen Worte und Gesten, mit denen ich begrüßt wurde!!
Aber ich musste mich in Chile auch von Freunden verabschieden, die meine Familie geworden sind. Und einige werde ich auf ungewisse Zeit nicht wiedersehen, dieser Gedanke hat es mir sehr schwer gemacht.
Außerdem hat sich hier viel verändert: Freunde sind weggezogen und studieren, meine Geschwister schließen bald die Schule ab und sind Konkurrenten bei der Autonutzung geworden, die Gemeinde ist gewachsen und aktiver geworden. Es sind einfach Veränderungen, an die ich mich erst noch gewöhnen und in denen ich meine Rolle wieder finden muss.
Ein wundervolles Geschenk!
Vielleicht fragt ihr euch auch, was zwischen meinem letzten Rundbrief im November und meiner Heimreise noch passiert ist, denn davon habe ich noch nicht geschrieben. Hier also nun ein Überblick: bis kurz vor Weihnachten habe ich ganz normal weitergearbeitet, wobei die Weihnachtsfeier für das Kinderheim einer meiner Höhepunkte war. Ein Nachmittag mit Riesen-Wasserschlacht, selbst zubereitetem 3-Gänge-Menü und Bescherung!!!
Für die Geschenke haben zwei Kirchen aus Kanada und Lehrer einer chilenischen Schule gesorgt und viiiiiele Spielsachen und andere Kleinigkeiten gespendet. Und es war wirklich alle Arbeit und Mühe wert, als wir die Reaktionen der Kinder erlebt haben. Sie waren echt glücklich!!!
Weihnachten selbst haben wir dann mit Grillparty bei herrlichstem Sonnenschein gefeiert; das war zwar etwas ungewohnt, aber sehr schön. Wir hatten tatsächlich auch einen kleinen Plastiktannenbaum in unserem Wohnzimmer stehen, sodass ich doch einen Hauch Weihnachtsgefühl wie zu Hause hatte.
Und die Feiertage gemeinsam mit meinen engsten Freunden zu genießen, war ein genialer Abschluss unserer Zeit. An die offiziellen Weihnachtsferien habe ich dann meinen ganzen Urlaub gehängt, sodass ich mit meinen Eltern noch ein bisschen Chile erkunden konnte. Das war auch einer meiner Höhepunkte in diesem Jahr.
Ich wurde so reich beschenkt mit wunderschönen Erinnerungen und dafür bin ich Gott unendlich dankbar. Nach Ende des EMIs zweifelte ich nämlich stark daran, ob die Entscheidung zu verlängern gut war. Deswegen war diese Zeit ein geniales Geschenk für mich.
Und jetzt?
Jetzt bin ich zurück in der Realität und am Überlegen, wie es für mich weitergeht. Ich spiele mit dem Gedanken, etwas in Richtung Soziale Arbeit zu studieren. Bis dahin werde ich mir wohl einen Job suchen und hier in der Nähe arbeiten. Und falls es klappt, würde ich auch gerne beim Besuch der Logos Hope (das Schiff von OM) in Bremerhaven im Herbst mithelfen.
Befiehl dem HERRN deine Wege und hoffe auf ihn, er wird’s wohlmachen!
Den Vers aus Psalm 37 habe ich deswegen ausgewählt, weil er total gut zu meiner Ungewissheit passt. Aber weil ich weiß, dass Gott meine Füße auf geraden Wegen führen wird, vertraue ich Ihm meine Zukunft an.
Die versprochene Einladung…
besteht eigentlich aus zweien: eine konkrete für Donnerstag, den
12.03.2020 um 19:30 Uhr im Evangelischen Gemeindehaus Bernstadt.
An diesem Abend werde ich euch ausführlich von meinem Einsatz in Chile erzählen und ihr könnt euch auch auf die ein oder andere chilenische Spezialität freuen 🙂
Ihr seid sehr herzlich eingeladen!
Die zweite Einladung ist offener:
Ich will euch ermutigen, euch weiter daran zu beteiligen, Gottes Auftrag auszuführen. Im ersten Kapitel der Apostelgeschichte wird berichtet, wie Jesus in den Himmel aufgenommen wird und sich von seinen Jüngern mit den folgenden Worten verabschiedet: ,,Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde“ (Apg. 1,8). Das waren Jesu letzte Worte, die er zu seinen Jüngern sprach. Und letzte Worte sind doch normalerweise enorm wichtig, nicht wahr?
Diese Worte gelten auch noch für uns heute: Wir sind Seine Zeugen in Bernstadt, in ganz Baden-Württemberg und Deutschland und bis an das Ende der Welt. Oder wo auch immer ihr lebt 😉
Alle roten Punkte stellen Völkergruppen dar, die noch nie etwas von Jesus gehört haben und keine Chance dazu haben, weil es keine Bibel, keine Christen und keine Kirche in ihrer Nähe gibt!!!
Und den ersten Teil will ich dabei nie vergessen: In der Kraft des Heiligen Geistes! Das ist so genial: Gott schickt uns auf eine Mission, aber mit perfekter Ausrüstung.
Und an dieser Mission teilzuhaben, dazu sind wir alle eingeladen. Wie die Karte zeigt, gibt es extrem viele Menschen, die noch nie von Jesus gehört haben, die ohne Ihn verloren sind!
Ich hoffe und bete, dass Mission ein Herzensanliegen bleibt in unseren Leben, in euren und in meinem. Und eines Tages will ich mit euch und ganz vielen anderen Menschen aus allen Nationen, Stämmen, Völkern und Sprachen vor Gottes Thron stehen und Ihn anbeten.
Mit dieser Hoffnung und in der Liebe Jesu wünsche ich euch Gottes Segen!
Rabea
Gebetsanliegen
Bitte
- Für Weisheit bei allen Entscheidungen für meinen weiteren Lebensweg
- Für Chile, denn es brodelt weiter dort; betet für die Regierung um Weisheit und Frieden in der Bevölkerung
- Um Gottes überreichen Segen für Jeden, der sich in dieser Zeit für mich eingebracht hat
- Für Christen, die den Unerreichten von Jesus erzählen
Danke
- Für dieses unglaubliche Jahr, in dem ich so reich gesegnet wurde
- Für die Freundschaften, die weiter bestehen
- Für Gottes Versorgung und Bewahrung das ganze Jahr hindurch
- Für alle Menschen, denen es Gott aufs Herz gelegt hat, mir dieses Jahr möglich zu machen







