Würde Jesus die Grünen wählen?

Jesus, der Um [der] Welt [willen]– Freundliche.

Der, der nie ein Ottodieseldienstfahrzeug benutzte, sondern alle seine Wege zu Fuß und bei besonderen Anlässen auf dem Rücken eines Maultieres zurücklegte. Einer, der die Welt erreicht hat wie kein anderer ohne je eine Flugmeile zurückgelegt zu haben.

Siehe ich mache alles neu!

Lukas 7,38

Er würde uns in unser Stammbuch schreiben: „Alle wollen zurück zur Natur, nur niemand zu Fuß.“ Jesus, der nie eine Plastikverpackung in den Müll geworfen hat, der sein Leben lang keine gebleichten Jeans zum Billigpreis trug, der nie für seine Kommunikation teure Energie eines Kohlekraftwerks anzapfen musste, der auf Besitz verzichtete, um Ressourcen zu schonen, dessen Akkus auch ohne Lithium mit Kraft gefüllt waren, bis er am Ende an einem Freitag mit seinem Kreuz auf dem Rücken Aufsehen in seiner (Um)Welt erregte. Ist lange her …

Stiller Protest

Seitdem das Kreuz nicht mehr auf Golgatha steht, sondern in unseren heiligen Hallen hängt, wir es um den Hals tragen und auf Berggipfel montieren, hat es mehr und mehr an Aufmerksamkeit verloren. 2019 hat jedoch ein Kreuz unsere Achtsamkeit wieder für kurze Zeit geweckt. Ein Grünes Kreuz. Nicht der Verein, das Deutsche Grüne Kreuz (DGK), der die Kommunikation in unserem Land sowie die gesundheitliche Vorsorge fördern möchte, sondern das grüne Kreuz von Bauer Willi am Straßenrand. Ein stiller Protest, ein mahnendes Symbol, dass darauf hinweisen will, dass irgendwas mit der Landwirtschaft nicht mehr stimmt.

Da stimmt ‘was nicht

Da wo ein Kreuz auftaucht, da wissen wir recht schnell, dass da irgendwas nicht mehr stimmt. Ob es auf dem Friedhof, am Straßenrand, auf dem Acker oder in luftiger Höhe steht – es kündigt immer ein abruptes Ende an. Der strapazierte Kletterer weiß im Angesicht des Kreuzes, dass der Berg zu Ende ist. Steht es auf dem Seitenstreifen war die Fahrt jäh zu Ende. Steht es auf dem Grab, wissen alle, hier ist ein Leben zu Ende gegangen.

Wir alle wissen es längst, dass mit unserer Um-Welt einiges nicht mehr stimmt und alles einmal zu Ende geht. Nicht nur die uralten Gletscher oder verschiedenste Tierarten, demonstrieren uns das mit ihrem Verschwinden sehr deutlich. Auch unser Leben wird nicht so bleiben wie es ist. Davor haben wir Angst. Jedes Kreuz erinnert uns daran, dass alles ein Ende hat.

Hoffnungszeichen: „Friday for Future“

Das Kreuz von Golgatha ist Gottes stiller schmerzhafter Protest, dass mit uns und unserer Welt etwas nicht mehr stimmt. An diesem Kreuz fand das Leben des unsterblichen Gottes durch menschliche Beteiligung ein abruptes Ende. Dieses Kreuz ist seine Mahnung an eine verstimmte und aus der Stimmung geratene Welt, einer Welt, der der Tod anhaftet. Das Kreuz, dass sich der Sohn Gottes auf die Schultern legen lässt, ist sein Statement, dass alles zu Ende gehen muss, damit etwas Neues anfangen kann. Das Kreuz tritt daher nicht nur als Mahner und Richter, sondern auch als Hoffnungszeichen in Erscheinung. Es ist Gottes Symbol seines „Friday for Future“ geworden mit dem er dieser Welt schon vor 2000 Jahren sagen wollte – „ihr könnt nicht mehr so weitermachen wie bisher.“ „Warum?“ Wegen IHM und seiner allumfassenden „umweltpolitischen“ Ansage: „Siehe, ich mache alles neu!“

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