Israelische Tänze

Herzliche Einladung zu den Israelischen Tänzen

Es sind keine Vorkenntnisse nötig, deshalb ist jeder, der es einmal ausprobieren möchte, willkommen.

Wir tanzen ca. ein Mal im Monat, immer freitags im evangelischen Gemeindehaus in Bernstadt und beginnen um 19.30 Uhr. Der Abend endet um ca. 21.30 Uhr, wir tanzen – in zwei Abschnitte – insgesamt 1,5 bis 2 Stunden, mit einer kleinen Pause zum Erfrischen. Zum Tanzen empfehle ich bequeme Kleidung und Schuhe mit glatter Sohle.

Schau einfach das nächste Mal bei uns vorbei! Bei uns ist die Freude an der Bewegung zur Musik wichtiger als Perfektion.

Lobt IHN mit Tamburin und Tanz. Alles was lebt, lobe den Herrn! Halleluja!

Psalm 150

Geschichte und Herkunft der Israelischen Tänze

Der Volkstanz in Israel wurde erst entwickelt mit den Einwanderern des 20. Jahrhunderts. Führend in den Anfängen waren vor allem Juden aus Deutschland und Österreich, so etwa Gertrud Kaufmann alias Gurit Kadman oder Rivka Sturman, beide aus Leipzig kommend. Die Ursprünge der ersten „israelischen“ Volkstänze sind auf etwa 1940 zurückzuführen, damals in der Literatur noch „palästinensischer Volkstanz“ genannt, spätestens jedoch auf 1944 mit dem ersten Volkstanzfest im Kibbuz Dalia. Nach Gründung des Staates Israel 1948 wurden von der Regierung Tanz-Choreografen eingestellt, die „Israelische Tänze“ erfinden sollten. Die Tänze sollten als verbindendes Element, eine gemeinsame Identität fördern, da das Volk aus „allen Herrn Länder“ kam. Es wurde ein zentrales Verzeichnis angelegt: für jedes Lied konnte nur eine Choreographie eingetragen werden. Das ist auch heute noch so.

Heute tanzen in Israel ca. 10 % der Bevölkerung Israelische Tänze, schon von Kindes Beinen an wird getanzt, es ist also eine Art Volkssport. Sie treffen sich z.B. wöchentlich in Turnhallen mit bis zu 100 Tänzern oder auch am Sabbatabend auf öffentlichen Plätzen um zu tanzen.
Die meisten Tänze sind im Kreis, es gibt aber auch Paartänze und Tänze im Block. Die Tänze und die dazugehörende Musik sind so unterschiedlich wie die Herkunft der Juden in Israel. Beispiel der möglichen Prägungen: Im Jemen, wo Juden das öffentliche Tanzen verboten war, entwickelten sich Formen des Tanzes, die aus Hüpfen auf der Stelle und bestimmten Posituren bestanden, so dass sie in einem engeren Raum möglich waren.
Obwohl viele Texte der Tanzmusik religiöse oder biblische Inhalte haben, sind Israelische Tänze keine religiösen Tänze, sondern Volkstänze, die in der ganzen Welt getanzt werden, auch in Deutschland… auch in Bernstadt.

Tanzen in der Bibel

Wenn Tanzen in der Bibel erwähnt wird ist es oft Ausdruck von Freude:

  • Psalm 30,12: Du hast meine Klage in Tanzen verwandelt, hast mir das Trauergewand ausgezogen und mich mit Freude umgürtet.
  • Jeremia 31,4 (die Verheißung an Israel): Der Herr sagt: Ich gebe dir einen neuen Anfang, deine Städte baue ich wieder auf. Leg die Trauer ab, nimm wieder deine Tamburine und tanze im Festreigen mit!

Mit Tanz wurde der Sieg gefeiert (2. Mose 15,20), die Freude über den Sieg gezeigt (1. Samuel 18,6) und gehörte zur Weinlese (Richter 21,20-23). In der spätjüdischen Zeit hatte jeder Weinberg einen Tanzplatz! Tanz dient – nicht zuletzt – dem Lob Gottes:

  • Sie sollen loben meinem Namen im Reigen (Psalm 149,3)
  • Und sie singen beim Reigen „Alle meine Quellen sind in dir“. (Psalm 87,7)

Tanzen fördert die Gesundheit

Die Wirkung des Tanzens auf Körper und Psyche ist bemerkenswert. Der Blutkreislauf kommt in Schwung und zudem tut die aufrechte Haltung der Wirbelsäule gut. Darüber hinaus verringert Bewegung die Ausschüttung des Stresshormons Kortisol und setzt dafür das Glückshormon Serotonin frei. Tanzen bereitet also Freude. Das belegen auch Studien, die sich mit dem Tanzen als Therapieform beschäftigen.

Auch mit Blick auf das Alter und damit verbundenen Erkrankungen ist der Tanz ein wichtiger vorbeugender Baustein. Er beansprucht Motorik, Aufmerksamkeit sowie das Kurz- und Langzeitgedächtnis. Eine groß angelegte Studie wies nach, dass Paartanz das Demenzrisiko um bis zu 76 % senkt. Außerdem gibt es Ansätze, die vermuten lassen, dass das Tanzen auch eine heilsame Wirkung hat. So zeigten sich bei einigen Parkinson-Patienten in der Tanztherapie Verbesserungen in der Motorik.

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